An der Schleifmühle
Das Geld stets knapp, die Arbeit sehr hart.
Wie soll es nur reichen? Konnt nie etwas sparen.
Im Winter so kalt, im Sommer sehr heiß.
Ich muss weiter schaffen um jeden Preis.
Ach wäre ich nur reich, dann wäre ich nicht hier.
Ich hätt dann ein Pferd, vier Knappen und Bier.
Der Stein in der Mühle muss bald fertig sein,
Doch der Schmerz in den Händen bringt mich noch zum Weinen.
Wie geht es nur weiter? Ich halt´ es nicht mehr aus.
Oh Heiliger Geist, bitte hilf mir heraus!
Auf einmal passiert es, ein Fremder kommt her.
Er sieht so vertraut aus, mein Herz wird erwärmt.
Die Zeiten verschmelzen an Ort und an Stelle.
Ich fühl mich erhört, es kommt Licht aus der Quelle.
Die Schmerzen vergehen, fühl mich nun geheilt.
Kann nun endlich aufsteigen, vielen Dank und bis bald!
© Dennis Mattern
Bild: Christian Schnell
Stein: Blauer Fluorid - Veränderung
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