Krabat
Die Sage basiert auf einer realen Person: Johann Schadowitz (geb. 1624 als Janko Šajatović in Kroatien). Er war ein hochdekorierter Kavallerie-Obrist, der dem sächsischen Kurfürsten Johann Georg III. im Türkenkrieg das Leben rettete. Als Dank erhielt er das Gut Groß Särchen bei Hoyerswerda.
In den allerersten Sagensammlungen des 19. Jhd war Krabat noch ein böser Zauberer, der sich mit dunklen Mächten einließ. Erst mit den Jahren wandelte sich seine Figur zu einer Art "Till Eulenspiegel der Lausitz": Ein gutmütiger Magier, der seine Zauberkraft nutzte, um Sümpfe trockenzulegen, den armen Bauern zu helfen & dem Adel Streiche zu spielen.
Die Sage gilt als das slawisch-sorbische Gegenstück zu Goethes Faust, da es im Kern um den Pakt mit dem Teufel & die Verführung durch Macht geht. Gleichzeitig stecken die Versionen voller Symbolik: Der schwarze Müller hat exakt 12 Lehrburschen & die Erlösung gelingt Krabat traditionell in der Osternacht durch die treue Liebe eines Mädchens (die Kantorka).
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