Briefe an politische Gefangene zu schreiben, in diesem Fall Anarchist:innen, ist eine sehr sinnvolle Praxis. Nicht nur macht es die Zeit im Knast erträglicher, es zeigt auch, dass der Zusammenhalt an den Gefängnismauern nicht endet. Das Prinzip der Strafe ist bereits in seinen Grundzügen unterkomplex, es ist Ausdruck von Unfähigkeit, eine gesellschaftliche Bankrott-Erklärung. Mit Machtdemonstration und Abschreckung verschleiert es die eigene Überforderung. Wenn der Staat straft und Personen für etliche Jahre der „Freiheit entzieht“, dann handelt es sich um Rache mit dem Motiv der moralischen Überlegenheit. Aber unsere eingesperrten Genoss:innen müssen nicht alleine damit klarkommen ...
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