✝️🌹Am 8. September 1941 begann die Blockade von Leningrad. Lange und tragische 872 Tage standen der Stadt bevor.
Am 8. September bombardierte die deutsche Luftwaffe zum ersten Mal die Stadt. 280 Bomben wurden auf die Badajew Lagerhallen abgeworfen - ein riesiger Komplex, von wo die Stadt mit den Lebensmitteln zentralisiert versorgt wurde. Das Feuerinferno der vernichteten Lagerhallen markierte den Beginn der Blockade.
Über eine Million Menschen sind dem Hunger, der eisigen Kälte und den Bomben zu Opfer gefallen. Der Hunger war schrecklich: im Dezember 1941 wog die tägliche Brotration 125 g.
Die einzige Verbindung bestand über den zugefrorenen Ladogasee und hieß die Straße des Lebens. Über diese Straße, die unter dem ständigen Beschuss stand, wurden in den kalten Winternächten Kinder aus Leningrad evakuiert.
85 Jahre später sammelt eine deutsche Initiative 4.000 Euro für den Ehrenfriedhof Piskarewka bei St. Petersburg (Leningrad) – die größte Begräbnisstätte für die Opfer der Blockade von Leningrad. Patrik Baab begleitet die Übergabe der Spende in der russischen Botschaft in Berlin und fragt, was von der deutsch-russischen Erinnerung und Verständigung geblieben ist.
Torsten Rexin von der Gesellschaft für deutsch-russische Freundschaft erklärt, warum die Initiative „Blumen für Piskarewka“ an die Opfer der Blockade erinnert und die fehlende deutsche Anerkennung als Völkermord kritisiert. Der russische Botschafter Sergej Netschajew spricht über die Bedeutung Leningrads für Russland und die heutige Konfrontation mit Deutschland.
„Blumen für Piskarewka“ verbindet Erinnerung und Gegenwart: vom deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion über Jahrzehnte der Verständigung bis zur erneuten politischen Konfrontation zwischen Deutschland und Russland.
▶️https://youtu.be/Pe88apfUTnA?is=Y2vIrafwu-2FcEMU
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