Brokkoli richtig zubereiten 🥦
Brokkoli sollte richtig zubereitet werden, damit das gesundheitsförderliche Sulforaphan entstehen kann. Dafür muss sich das Enzym Myrosinase mit Glucosinolat verbinden. Diese beiden Stoffe befinden sich in unterschiedlichen Zellkammern im Brokkoli.
Erst nachdem die Zellwände aufgebrochen sind, können sich diese beiden Stoffe miteinander verbinden und das wertvolle Sulforaphan entsteht.
Da das Enzym Myrosinase nicht hitzebeständig ist, bildet sich beim Kochvorgang kein Sulforaphan.
Um den maximalen Gehalt an Sulforaphan auszuschöpfen, bereitet man Brokkoli am besten folgendermaßen zu:
Variante 1
Brokkoli in kleine Stücke schneiden oder fein hacken. Damit werden die Zellwände aufgebrochen und es bildet sich Sulforaphan.
Nun lässt man den Brokkoli für ca. 45 Minuten liegen, denn nach dieser Zeit hat sich die maximale Konzentration von Sulforaphan gebildet. Danach bereitet man den Brokkoli in einer Pfanne zu.
Kochen ist nicht ideal, da Sulforaphan zwar hitzebeständig aber wasserlöslich ist. Daher wird es beim Kochen wieder ausgewaschen.
Variante 2
Man kann auch nach der herkömmlichen Zubereitung rohe Kreuzblütler (z.B. rohen Brokkoli, Kresse oder Radieschen) dazugeben. Glucoraphan ist hitzebeständig und nach dem Backen, Kochen oder Garen noch vorhanden.
In rohen Kreuzblütlern ist nämlich das Enzym Myrosinase noch intakt. Dieses kann mit dem im Brokkoli vorhandenen Glucoraphan Sulforaphan bilden. Hierzu reicht schon die Zugabe einer kleinen Menge.
Man kann Brokkoli auch einfach roh verzehren, denn beim Kauvorgang entsteht dabei ebenfalls Sulforaphan. Natürlich sollte roher Brokkoli sehr gut gekaut werden. Wer dadurch Blähungen oder andere Verdauungsprobleme bekommt, greift lieber auf eine der beiden Varianten zurück.
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