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Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Organismen 1/2
Biophotonen - Das Licht in unseren Zellen
Marco Bischof

Die Hochfrequenzwellen umfassen den Frequenzbereich von 300 bis 3 Gigahertz (Zentimeter- und Millimeterwellen), von 3000 bis 3 Megahertz und von 3 Megahertz bis 300 Kilohertz (Meterwellen). Sie können unterteilt werden in Mikrowellen (300 Gigahertz bis 300 Megahertz) und Radiowellen (3 Megahertz bis 300 Kilohertz). Radio, Fernschen, Radar und Satellitenkommunikation verwenden Radio- und Mikrowellen.

Systematisch beschäftigt sich die Forschung erst seit den fünfziger und sechziger Jahren mit diesem Frequenzbereich. Zwar gab es in dieser Zeit auch im Westen einzelne Forscher, die auf diesem Gebiet tätig waren, doch waren es vor allem sowjetische Wissenschaftler, die sich durch breit angelegte systematische Untersuchungen verdient gemacht hatten. In den siebziger Jahren begann dann auch die westliche Wissenschaft im großen Maßstab mit entsprechenden Untersuchungen.

Zu den ersten sowjetischen Forschern auf diesem Gebiet gehörte der Neurophysiologe Juri A. Cholodow, dessen erste Publikation auf das Jahr 1959 zurückgeht. 1966 veröffentlichte er ein Buch über den Einfluß elektromagnetischer Felder auf das Zentralnervensystem, in dem er die Wirkungen von Ultrahochfrequenzfelder (UHF), Hochfrequenzfeldern (VHF) und Gleichstromfeldern behandelt und gewichtige Beweise dafür vorlegt, daß durch solche Felder der Zustand des Zentralnervensystems beeinflußt werden kann. 1968 fand in Moskau eine Konferenz statt, auf der über hundert Vorträge über die Wirkungen magnetischer Felder auf biologische Organismen gehalten wurden. Sie sind in dem im selben Jahr erschienenen Buch ‚Electromagnetic Fields and Life‘ von Alexander S. Presman zusammengefaßt, das 1970 auch in englischer Übersetzung erschien. Presman wandte sich darin gegen die damals noch vorherrschende Auffassung, daß elektromagnetische Felder keine Wirkung auf das Nervensystem lebender Organismen besitzen würden. Das Beweismaterial aus Pflanzen- und Tierversuchen, aus der Raumforschung, aus Physiologie, Psychologie und dem Studium biologischer Rhythmen, das er präsentierte, zeigt nach seiner Auffassung ganz klar, daß Organismen durch elektromagnetische Felder der Umwelt und die von anderen Organismen sowie in ihnen selbst beeinflußt werden können.

Presmans Arbeit ermunterte westliche Wissenschaftler, sich ebenfalls diesem Gebiet zuzuwenden. Zu ihnen gehören William Ross Adey, M. F. Barothy, Robert O. Becker, E. Stanton Maxey, G. Altmann, G. Becker, R. Wever, H. L. König und H. W. Ludwig.

Aus dem Spektralbereich der nichtionisierenden Strahlung ist die Hochfrequenzstrahlung als erste und am besten erforscht worden.
Nachweislich von diesen Wellen der Hochfrequenzstrahlung werden, und zwar sowohl positiv wie auch negativ (je nach Wellenfrequenz), folgende Funktionen beeinflußt: Enzym- und Hormontätigkeit, das Immunsystem, Nerven-, Herz- und Kreislauftätigkeit, der Stoffwechsel von Kohlenwasserstoff, Proteinen, Nukleinsäuren, Fetten und Spurenelementen (Metallen), Nieren- und Leberfunktionen, der Sauerstoffhaushalt, die Zellatmung, der Säurespiegel (pH-Wert) von Blut und Gewebe, Tumorbildung und Wachstum, Wund- und Knochenheilung.

Vorwiegend negative Wirkungen auf die Fruchtbarkeit scheinen statische elektromagnetische Felder zu haben: Sie führten in Tierversuchen zu abnormer Spermienbildung, Störungen des weiblichen Zyklus, Mißbildungen und Wachstumsstörungen und riefen eine erniedrigte Geburtenrate und eine erhöhte nachgeburtliche Sterblichkeit hervor. Offensichtlich können solche Felder auch Genmutationen bewirken und die Zellteilung stören. In einem Bericht der Wissenschaftler K. T. S. Yao und M. M. Jilesan aus dem Jahre 1971 an das amerikanische Gesundheitsministerium werden einige alarmierende genetische Schädigungen wie Brüche und teilweise Entspiralisierung der DNS in tierischen Zellen erwähnt.

👉🏻 Zweiter Teil
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