Was der Mainstream-Leser (nicht mehr) über Biophotonen erfährt
Vor kurzem erschien mal wieder ein Artikel über ‚Licht in unseren Zellen‘. Dieses Mal berichtete GEO darüber.
Es ist der dritte Mainstream-Artikel über diese Thematik, welches offenbar so unangenehmen sein muss, dass nur alle 20 Jahre darüber geschrieben wird. Leider aber mit den Informationen nicht aufeinander aufbauend. Das Licht wird quasi immer wieder neu entdeckt. Und es wird „kleiner“…
2005 berichtete Spiegel Online darüber, während 1984 ZEIT das Thema aufgriff:
👉🏻 2025, dpa, GEO
👉🏻 2005, Holger Fuß, Spiegel Online
👉🏻 1984, Reiner Klingholz, ZEIT
Interessant wird es, wenn man diese 3 Artikel nebeneinander legt und auf Informationsgehalt, sowie Quellen hin untersucht:
Im aktuellen GEO-Artikel kommt lediglich ein „indirekter Experte“ (Stefan Schramm, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden) zu Wort, welcher „selbst nicht an der Analyse beteiligt war“. Der Artikel erwähnt bloß eine aktuelle und überschaubare Studie von Daniel Oblak und Team (2025, Universität Calgary), liefert ein paar fachbezogene Informationen, und schließt mit den typischen deligitimierenden Phrasen
„Wichtig zu betonen sei, … das Verständnis … noch sehr lückenhaft ist. … Die Interpretation … muss daher mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt erfolgen, um Fehldeutungen oder pseudowissenschaftliche Spekulationen vorzubeugen. Zu den ungeklärten Fragen gehört Experten zufolge zum Beispiel, ob die Biophotonen lediglich ein Nebenprodukt von Reaktionen sind oder eine bestimmte Rolle für die Gesundheit und die Kommunikation innerhalb und zwischen den Zellen spielen.“
Gerade der letzte Satz hat es in sich, wenn man die zwei älteren Artikel liest und deren Forschungsinhalte, -umfang und Fortschritt studiert. So ist diese Aussage leider als eine irreführende Behauptung des Autors aufzufassen, da hier lediglich auf anonyme „Experten“ verwiesen wird.
Schaut man sich den Artikel von Spiegel Online aus dem Jahre 2005 an, so erfährt der Leser schon deutlich mehr über die Thematik ‚Biophotonen‘ und den Arbeiten von Fritz-Albert Popp. Zudem werden Meinungen und Kritik von (nicht anonymen) Experten erwähnt:
▫️ Fritz Schäfer (Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie)
▫️ Herbert Klima (Atominstitut der Österreichischen Universität, Wien)
▫️ Udo Unrau (Institut für Hochfrequenztechnik, TU Braunschweig)
▫️ Anton Zeilinger (Wiener Quentenphysiker)
▫️ Heiko Fickert (Universität Hamburg)
Weitere 20 Jahre und „journalistischer Sorgfaltspflicht“ zurück, erhält man wiederum weitere Informationen und sehr viele Namen zu Wissenschaftlern und Instituten, die sich dem breiten Fachgebiet widmeten:
▫️ Forscher V. P. Kaznacheev
▫️ Physiker Fritz-Albert Popp und sein Kollege Bernhard Ruth (Universität Marburg)
▫️ Deren Kollege Peter Böhm
▫️ Biophysiker Alexander Gurwitsch
▫️ Physiker Humio Inaba (japanischen Tohoku-Universität)
▫️ Ke-hsueh Li (Institut für theoretische Physik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, Peking)
▫️ Helmut Fischer (Paul-Ehrlich-Institut, Frankfurt)
▫️ Popps Kollegen Martin Rattemeyer und Walter Nagl (Universität Kaiserslautern)
Resümee:
Der Informationsgehalt schrumpft heutzutage immer mehr. Und wer mehr lernen und verstehen möchte, muss leider immer weiter in die Vergangenheit zurück und Studien am besten selber lesen…
🦠💉🩺⚖️
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