Ein bewußter Umgang mit dem weiblichen Tempel der Lust
Das weibliche Geschlechtsteil hat im Tantra den schönen Namen Yoni. Umgangssprachlich findet man kein vergleichbares Wort, das das weibliche Sexzentrum gebührend und respektvoll, ja würdigend beschreiben kann.
Das Wort Yoni stammt aus dem Sanskrit und kann mit Vulva, Schoß, Stätte, Ursprung übersetzt werden. In verschlüsselnden verehrenden Worten wurde sie in vergangenen Jahrhunderten als duftende Rose, als heiliger Schoß, als Pforte des Lebens besungen und verehrt.
Das Wort Yoni trägt im Sanskrit tatsächlich eine sehr tiefgründige, spirituelle Bedeutung, die weit über rein anatomische Begrifflichkeiten hinausgeht. Es symbolisiert den göttlichen Ursprung des Lebens, die Urkraft der Schöpfung (Shakti) und die weibliche Urkraft an sich.
Viele Frauen kennen die Geheimnisse ihrer Zauberblume noch gar nicht. Oft haben sie jahrelang eine Sexualität mitgemacht, die ihnen gar nicht entsprochen hat.
Die Yoni der Frau ist viel zu lange in dem Versteck von Tabu und Abwertung gefangen gehalten worden. Zu einem natürlichen und freien Umgang mit der weiblichen Sexualität gehört ein gutes Verhältnis zum weiblichen Geschlechtsteil, dem Sexzentrum der Frau.
Es gibt im Deutschen keine wirklich schönen Worte, die das, was „zwischen den Beinen einer Frau“ ist, achten und würdigen.
Tantra beschenkt die Frau mit dem Begriff Yoni. Er ist ganz unverdorben und ohne abwertenden Unterton. Der Name Yoni klingt bezaubernd und lädt Frau und Mann gemeinsam dazu ein, das weibliche Geschlechtsteil neu zu entdecken, zu verehren und dadurch zu befreien.
Im Tantra wird die Yoni verehrt als Urgrund und Quelle allen Werdens und Seins, als Symbol für das kosmische Mysterium. Sie dient in diesem Sinne der Göttin Shakti als Symbol, wenn diese als „große Mutter“ Gebärerin des Universums im Gebet, in der Meditation verehrt wird.
Eine sinngemäße Übersetzung oder Umschreibung wäre treffender mit Begriffen wie:
„Tempel der 1000 Seeligkeiten“
„Jadegrotte“ (Jade gilt im indischen Raum als wertvollster Edelstein)
„Palast allen Glücks“
„Ort der 1000 süßen Geheimnisse“
„Lotusschoß“ (Lotusblüte die schönste, edelste Blume – Buddha sitzt auf einem Lotusthron)
Diese wunderschönen Bezeichnungen zeigen, wie kunstvoll und voller Ehrfurcht Weiblichkeit und Sexualität in vielen östlichen Philosophien und historischen Texten betrachtet wurden – oft im starken Gegensatz zu den Tabus, die in anderen Kulturen oder Epochen herrschten.
Verehrung, Achtung, Wertschätzung und liebevolle Zuneigung – die grundsätzliche Einstellung des Tantra dem Leben gegenüber – gipfeln in diesem Begriff Yoni.
~ inspiriert von Regina Heckert mit eigenen Anmerkungen
@geranjade 💚
Post #263
816

- ❤ 4
- ❤🔥 3
- 🔥 1
- 😁 1