Teil 2:
True Aggression knüpfen inhaltlich wie musikalisch dort an, wo sie mit Wegweiser aufgehört haben. Ihr Beitrag ist klar im Viking Rock verankert, angereichert mit einer spürbaren Punk-Rock-Kante, ohne dabei an Durchschlagskraft oder Pathos einzubüßen. Besonders hervorzuheben ist „Stolz und Stark“, das mit seiner epischen Grundstimmung unweigerlich Assoziationen zu Ultima Thule weckt und als stärkster Titel ihres Split-Beitrags gelten darf. Ergänzend dazu zeigt das Cover eines Heroes-Songs, dass die Band auch im fremden Material ihren eigenen Stil souverän behauptet.
Heroes hingegen präsentieren sich deutlich experimenteller. Ihr Sound bewegt sich zwischen alternativem Oi-Punk-Rock und markanten Metal-Einflüssen, was den schwedischen Songs eine gewisse Unberechenbarkeit verleiht. Das Highlight ihres Sets ist zweifellos „Heretics and Barbarians“, die Cover-Version eines True Aggression Songs. Hier gelingt es den Heroes, dem Stück eine eigene, kantigere Note zu geben, ohne dessen Grundcharakter zu verwässern.
Optisch unterstreicht das Artwork die musikalische Ausrichtung: Eine tobende See, Blitze und dunkle Farbtöne prägen Vorder- und Rückseite der CD und fügen sich stimmig in das Gesamtkonzept ein.
Pride, Honor, Belief ist eine Split-CD, die man sich durchaus zulegen kann – insbesondere für Hörer, die mit True Aggression sympathisieren oder generell auf der Viking-Rock-Schiene unterwegs sind. Eine solide Veröffentlichung, die beide Bands authentisch repräsentiert und ihre jeweiligen Stärken klar herausarbeitet.
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