Die Demonstrationen, die sich gegen den massiven Lehrermangel, marode Schulen und das intransparente System der Studienplatzvergabe richten, halten seit knapp zwei Wochen an. Inzwischen haben sich auch Studierende der Bewegung angeschlossen.
Die aktuelle Entwicklung im Überblick
Ausweitung der Proteste: Nach anfänglichen Blockaden an Gymnasien (unter anderem im Elsass und in Lille) haben die Proteste landesweit an Dynamik gewonnen. Allein in Paris gingen am Donnerstag laut Innenministerium 24.500 Menschen auf die Straße, landesweit waren es über 71.500 Teilnehmende.
Krawalle und Festnahmen: Während die eigentlichen Demonstrationszüge meist friedlich verliefen, kam es am Rande der Auseinandersetzungen zu Ausschreitungen, Barrikadenbauten und Zusammenstößen mit der Bereitschaftspolizei. Es gab landesweit 504 Festnahmen, zudem wurden 48 Polizisten verletzt.
Kritik an Polizeigewalt: Es gibt zunehmende Empörung und Ermittlungen über teils rabiate Einsätze der Polizei mit Tränengas gegen die zumeist minderjährigen Demonstrierenden.
Reaktion der Politik: Nach einer vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron einberufenen Krisensitzung im Élysée-Palast hat die Regierung erste Zugeständnisse gemacht. Sie kündigte den kurzfristigen Einsatz von 3.000 Vertretungslehrern an.
Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Lage zu beruhigen, gilt als fraglich. Die Schüler- und Studierendenverbände, die von Gewerkschaften und linken Lehrkräften unterstützt werden, fordern weiterhin grundlegend höhere Investitionen in das Bildungswesen.
🗣 T.me/folgedemplan
