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Nebelblues

Die längeren Nächte führen dazu, daß der Boden stärker abkühlt, viel Feuchtigkeit entsteht und dadurch öfters Nebel auftaucht.

Letztens war ich mit einer Freundin in den Morgenstunden spazieren & wir standen im Nebel. Das war mystisch & wunderschön.

Die Kehrseite ist, das Menschen auf den Wetterumschwung reagieren. Die Tage beginnen zunehmend grau in grau, mit viel Nebel. Und das kann runterziehen & eine melancholische Stimmung erzeugen.

Ich finde ja, das wir 2026 sehr sonnenverwöhnt sind. Da ist der Wandel in und durch den Nebel und die Dunkelheit auch vorerst gewöhnungsbedürftig.

Und es ist hier in unseren Breitegraden unser Werdegang durchs Jahr. Es gehört einfach dazu.

Bereits unsere Vorfahren,  die Kelten waren davon überzeugt: wir gehen erst durch die Dunkelheit,  um dann das Licht zu erfahren.  Deswegen ist es nach alter Zeit auch nicht verwunderlich,  daß Ende Oktober/ Anfang November ein neuer Jahreskreis beginnt.

In der Reflexion am letzten Freitag auf dem letzten Seminar-zwischen den Jahreskreisfesten- vernahm ich auch, das einige meiner Mitmenschen lieber am heutigen Jahreswechsel festhalten,  der uns hochoffiziell inne liegt. Dazu kommen Verpflichtungen zum Ende des Jahres wie die Adventszeit, usw,  so daß viele Menschen erst die Tage zwischen den Jahren für sich nutzen können,  um das Alte abzuschließen & das Neue Willkommen heißen. So habe ich es auch lange gemacht.
Umso länger ich jedoch in meinen Alltag die Jahreskreisfeste integriere, umso mehr spüre ich die Verbindung zu den alten Wurzeln, zu unseren Vorfahren.

Der Nebel als Tor & zum Einlassen in die dunkle Zeit und auch, um meine Innenwelten zu beleben.
Deswegen beginnt für mich das neue Jahr bereits im November. Es ist die Zeit der Reflexion,  aber auch die Zeit, mir eine Höhle zu bauen. Ich spüre, wie ich zunehmend die Gemütlichkeit in mein Leben integrieren möchte. Es verlangt dieses Jahr einen regelrechten Wechsel, von der Sommergarderobe in die Herbst- und Wintergarderobe zu schlüpfen und mich daran zu gewöhnen.

Durch den Mangel an Sonnenlicht schüttet der Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin aus und produziert weniger Serotonin (das Glückshormon).

Es macht großen Sinn, sobald das Tageslicht da ist, durch den Nebel zu waten und auch weiterhin so oft es geht, die Natur besuchen. Genauso liebe ich Abendspaziergänge auch im Dorf, um die ersten befeuerten Kamine zu riechen. Auch mit diesem Duft, draußen den Rauch des Feuerofens zu riechen, gehe ich über in die dunkle Zeit.

Wie kannst Du mit nebelreichen Tagen umgehen?

Die Welt zieht uns augenscheinlich zurück nach Hause. Mit Gemütlichkeit wie warmen Tees, gemütlicher Kleidung, Pantoffeln und dicken Socken, wärmenden Suppen & auch Seelenfutter.
Auf einer weiteren Ebene zieht uns die dunkle Jahreszeit tief in uns hinein und vielleicht ist es genau das, was es so herausfordernd macht.  Wir stehen plötzlich ganz nackt vor uns selbst. Die Gelassenheit des Sommers ist vorbei. Wir dürfen uns unsere Schattenthemen anschauen.
Auch ein grippalen Infekt bringt uns auf direktem Weg zu uns selbst.

Ich schwöre auf die Duftwelt in der zunehmend dunkleren Zeit. Im Alltag brauche ich Patchouli, um genau diesen erdenden Charakter wiederzufinden, ein Duft der mich umhüllt & schützt.
Wenn mir diese Zeit zu bitter erscheint,  packe ich die Sonnendüfte aus & schwelge in den Erinnerungen an den Sommer, an Urlaube, usw

Einerseits sind es die Räucherstoffe, die mir eine Akzeptanz schenken, das es Zeit ist, den Winter anzunehmen.

Es gibt darüber hinaus ätherisches Öle, die die Stimmung beeinflussen.

Seelenfutter muß nicht zwangsläufig Süßes sein, gehört für mich aber auch dazu.

Ich denke gerade an den herzöffnenden Kakao. Ich denke an Bratapfel & Crumbles, an Gebäck mit verschiedenen Gewürzen.

Es sind genauso die Vorräte des Sommers, Nüsse & Obst. Das Lieblingsessen kochen. Und es kommen auch mit dem Nebel und der Dunkelheit andere Bedürfnisse auf: Suppen, Wild, Wintergemüse, usw.

Der Nebel ist ein Symbol des Übergangs, der Schwellenzeit. Wo die Sicht auf die materielle Welt
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