Verantwortung
Eines der am meisten missbrauchten Wörter unserer Zeit.
Immer wenn jemand mehr Macht über dich will, spricht er von Verantwortung.
Du sollst Verantwortung übernehmen
Für das Klima.
Für die Zukunft.
Für die Demokratie.
Für die Gesellschaft.
Für Krisen, die du nicht verursacht hast.
Für Schulden, die du nie gemacht hast.
Für Entscheidungen, die andere über deinen Kopf hinweg getroffen haben.
Und seltsamerweise bedeutet diese Verantwortung immer dasselbe:
Du sollst zahlen.
Du sollst verzichten.
Du sollst gehorchen.
Du sollst dich schuldig fühlen.
Das ist keine Verantwortung.
Das ist Schuldverwaltung.
Echte Verantwortung beginnt nicht dort, wo ein Politiker dich moralisch erpresst.
Sie beginnt dort, wo du dein eigenes Handeln prüfst.
Was verursache ich?
Was dulde ich?
Was unterstütze ich?
Wem gebe ich Macht über mich?
Wo lüge ich mir selbst etwas vor?
Wo mache ich mich kleiner, als ich bin?
Verantwortung heißt nicht, die Welt auf den Schultern zu tragen.
Verantwortung heißt, aufzuhören, das eigene Leben an andere auszulagern.
Kein Staat kann für dich denken.
Keine Regierung kann für dich aufrecht stehen. Keine Ideologie kann dir deinen inneren Kompass ersetzen.
Freiheit ohne Verantwortung wird Chaos. Verantwortung ohne Freiheit wird Sklaverei.
Darum braucht echte Ordnung beides:
den freien Menschen
und die Konsequenz seines Handelns.
Nicht kollektive Schuld.
Nicht moralische Erpressung.
Nicht staatlich verwaltetes Gewissen.
Sondern klare Prinzipien.
Verantworte dein Handeln.
Aber trag nicht die Ketten anderer.
Werdet
@Unregierbar