11 anarchistische Grundsätze
1. Selbsteigentum
Dein Körper gehört dir.
Nicht dem Staat.
Nicht der Mehrheit.
Nicht einem Kollektiv.
Nicht einem Herrscher.
Niemand außer dir hat Rechte an deinem Körper, deiner Energie, deiner Lebenszeit, deiner Produktivität oder den Resultaten deiner Arbeit.
2. Nichtaggression
Du bist frei,
solange du keinem anderen Gewalt antust,
ihn nicht betrügst,
ihn nicht zwingst
und ihm nicht nimmst,
was ihm gehört.
Schade keinem anderen,
abgesehen davon bist du frei.
3. Eigentum
Eigentum ist die materielle Manifestation deiner Lebenszeit,
deiner Arbeit,
deiner Entscheidungen
und deiner Verantwortung.
Wer dein Eigentum nimmt,
nimmt einen Teil deines Lebens.
4. Freiwilligkeit
Eine Handlung ist nur dann frei,
wenn sie ohne Drohung, Zwang und Erpressung geschieht.
Alles andere ist Unterwerfung mit schöner Verpackung.
5. Verantwortung
Wer entscheidet,
trägt die Folgen.
Herrschaft bedeutet,
dass einige wenige entscheiden
und viele andere bezahlen.
Freiheit bedeutet,
dass Entscheidung und Verantwortung wieder zusammenfallen.
6. Vertrag statt Befehl
Freie Menschen einigen sich.
Herrscher befehlen und zwingen.
Der Unterschied zwischen Gesellschaft und Staat beginnt genau dort.
7. Austritt
Was man nicht verlassen darf,
ist kein Angebot,
sondern ein Käfig.
Jede Ordnung,
die dich gegen deinen Willen bindet,
ist Herrschaft.
8. Dezentralisierung
Macht gehört nicht konzentriert,
sondern verteilt.
Je zentraler Macht organisiert ist,
desto größer wird der Schaden,
wenn sie irrt, lügt oder korrumpiert.
Macht wird kontrollierbar durch Dezentralität.
9. Wiedergutmachung statt Rache
Gerechtigkeit bedeutet nicht,
dass ein Apparat bestraft,
um seine Autorität zu bestätigen.
Gerechtigkeit bedeutet,
Schaden zu erkennen,
Verantwortung festzustellen
und Wiedergutmachung zu ermöglichen.
10. Misstrauen gegenüber Herrschaft
Niemand wird moralisch, weil er sich als Autorität bezeichnet.
Niemand erhält ein Recht auf Zwang,
nur weil eine Mehrheit es ihm erlaubt.
Und niemand darf Dinge tun,
die für jeden Einzelnen Unrecht wären,
nur weil er sie im Namen des Staates tut.
11. Verteidigung gegen Unrecht
Nicht-Aggression ist keine Wehrlosigkeit.
Wer Gewalt, Zwang oder Raub beginnt,
handelt unmoralisch.
Wer sich oder andere dagegen verteidigt, stellt die moralische Grenze wieder her.
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