Die Tragik der Allmende
Stell dir eine Wiese vor. Sie gehört allen. Jeder darf dort seine Kühe weiden lassen.
Für jeden einzelnen Bauern ist es logisch zu sagen: „Eine Kuh mehr macht keinen Unterschied.“ Denn der Nutzen gehört ihm allein. Der Schaden verteilt sich auf alle.
Also stellt er eine zweite Kuh auf die Wiese. Dann eine dritte. Und die anderen tun dasselbe.
Das Ergebnis ist unausweichlich: Die Wiese wird übernutzt. Das Gras verschwindet. Die Ressource zerstört sich selbst.
Das Entscheidende daran:
Niemand hat böse gehandelt.
Alle haben rational entschieden.
Und genau deshalb passiert es.
Die Regel dahinter ist einfach: Wenn der Nutzen privat ist, aber der Schaden kollektiv, wird eine Ressource übernutzt.
Dieses Prinzip findet man überall:
• Überfischte Meere
• Überlastete Systeme
• Verschwendung von Ressourcen
• Infrastruktur, für die sich niemand zuständig fühlt
• Von der abgenutzten staatlich finanzierten Parkbank, bis hin zur öffentlichen Bahnhofstoilette
• Übernutzung aufgrund von Eigentumslosigkeit
Es ist kein moralisches Problem.
Es ist ein strukturelles Problem.
Was allen gehört, wird schlechter behandelt als das, was jemandem gehört. Was allen gehört, gehört am Ende niemandem.
Werdet @Unregierbar
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Forwarded from 𝖀𝖓𝖗𝖊𝖌𝖎𝖊𝖗𝖇𝖆𝖗
