Für die meisten Leute haben Dinge nur einen Wert, wenn es Massen sind, die Dingen einen Wert geben. Nur diese Dinge erregen Aufmerksamkeit. Die pure Quantität soll ein Ausdruck von Qualität sein. Alle tun es, dann muss es gut und richtig sein.
Dies kann in bestimmten Lebensbereichen zutreffen, muss es in anderen Lebensbereichen aber nicht. Wir werden das jetzt hier langsam Stück für Stück aufdröseln.
Damit, unter normalen Umständen, eine Sache massenadaptiv werden kann, müssen einige wenige, nennen wir sie "Pioniere", die interessiert- und in einer bestimmten Sache selbstdenkend sind anfangen sich mit einer Sache zu beschäftigen und sie adaptieren. Sie tun dies, weil die Sache ihnen einen direkten persönlichen Vorteil bringt. Andere fangen an dies anzuerkennen und folgen. Es ist wichtig, hier differenziert zu denken.
Wir übertragen das jetzt auf unsere momentane gesellschaftliche Situation.
Man kann die Leute vernünftig argumentierend, schon 10 Jahre vorher, vor den wahrscheinlichen Ergebnissen gewisser Entwicklungen warnen, wenn das was man sagt nicht dem entspricht was die gegenwartsorientierte Masse denkt, wenn sie überhaupt Willens ist die Anstrengung des eigenen Denkens zu erbringen, wird man kaum jemanden finden, der einem zuhört, geschweige denn einen ernst nimmt.
Der persönliche Vorteil für den Warnenden ist hier, in der Zukunft keine Nachteile dadurch zu haben, dass andere nicht differenziert, nicht eigenständig und nicht in der richtigen Abfolge denken, weil er weiß, dass er durch ihr kollektivistisches Denken mit ihnen in einer zukünftigen Situation gefangen sein wird.
Der Vorteil der Gewarnten ist, nicht in die Zukunft denken zu müssen und die Bequemlichkeit der Gegenwart genießen zu können. Eine Änderung ihrer individuellen Verhaltensweisen bringt ihnen keinen unmittelbaren Vorteil. Was sich in einer Latenz umso fataler auswirkt.
Was bleibt einem Warnenden, einem adaptierenden Pionier also übrig? Wir kommen noch darauf zurück.
Es sollte zuerst einmal anerkannt werden, dass Menschen, dadurch dass sie ein Ego haben und eine Persönlichkeit ausbilden können (besser, sie wird vielmehr durch äußere Einflüsse ausgebildet) extremst manipulationsanfällig sind. Die Auswirkungen dieser extremen Manipulationsanfälligkeit sind gesamtheitlich umso verhängnisvoller, desto mehr das Zusammenleben von Individuen auf zentrale Orientierungspunkte zusammen läuft, welche ein Ergebnis von nicht differenziertem, dafür aber gegenwartsorientiertem Denken sind.
Als Beispiel: Werbung beeinflusst. Sie lebt davon, dass Menschen manipulationsanfällig sind. Es obliegt aber dem einzelnen Individuum, ob es ein bestimmtes Produkt aus bestimmten Gründen kauft oder nicht. Der Kauf eines Produkts ist freiwillig. Ist ein Produkt gut, erfährt es aufgrund seiner Qualität eine hohe Nachfrage und ist erfolgreich. Schlechte Produkte haben keine Nachfrage und verschwinden. Das weiß jeder und ist klar soweit.
Was wir sehen ist, dass Menschen versuchen gewöhnliche, individuelle marktwirtschaftliche Abläufe auf das gesamtgesellschaftliche Zusammenleben zu übertragen.
Wenn also eine Partei eine bestimmte Prozentzahl erreicht, entspricht dies einer bestimmten gewohnten Quantität, die somit zum Ausdruck einer Qualität gemacht wird und direkt gegenwärtliche Vorteile bringen- und richtig sein soll. Ungeachtet, wie die Masse zustande gekommen ist. Es spielt dabei keine Rolle, welche Partei gewinnt, sondern dass das gesamte Konzept als gut und richtig anerkannt ist.
Es wird versucht die Ergebnisse normal marktwirtschaftlicher Prozesse zu kopieren, ohne den eigentlichen Prozess zu durchlaufen. Die Quantität soll das gewünschte Produkt direkt liefern. Und das, obwohl unendlich viele vorherige Versuche zu einer sich immer weiter verschlechternden Situation geführt haben. Wichtig ist nur, dass die Bequemlichkeit wenigstens bis zu einem gewissen Punkt in der Gegenwart erhalten bleibt. Dieses lässt sich erreichen, solange noch Mittel da sind, die sich umverteilen lassen.
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