Der Westen muss noch viel lernen
Deutschland wurde 1990 vereinigt, aber nicht gemeinsam neu gegründet: Der Osten sollte westdeutsch werden, während der Westen seine eigenen Gewissheiten nie hinterfragen musste. 36 Jahre später könnte sich ausgerechnet die ostdeutsche Skepsis gegenüber staatlicher Autorität als demokratischer Zugewinn erweisen, von dem der selbstzufriedene Westen noch einiges lernen kann.
Roberto De Lapuente über die Lebenslügen der deutschen Einheit, westdeutsche Überheblichkeit und den unterschätzten Wert ostdeutscher Widerborstigkeit.
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