Psychotherapie-App:
🇩🇪Das Therapie-Tagebuch liegt jetzt beim Hacker.
HelloBetter, eine Therapie-App auf Rezept gegen Depression, Burnout und Schlafstörungen, wurde am 6. September gehackt. Abgeflossen sind laut Unternehmen „Daten in bedeutsamem Umfang“: Name, Geburtsdatum, Versichertennummer, Fragebogen-Antworten und Freitexte aus den Tagebüchern der Patienten.
Verschlüsselt war laut Anbieter der größte Teil. Also (längst) nicht alles. Ob die Angreifer auch die Schlüssel erbeutet haben, bleibt offen. Und der Datenbankzugang läuft jetzt nur noch intern. Vorher also offenbar nicht.
Wohlgemerkt:
Das ist keine Hinterhof-App, sondern eine behördlich zugelassene, von den Kassen bezahlte Gesundheitsanwendung.
Ein Passwort kann man ändern, eine Diagnose nicht.
Was einmal abgeflossen ist, bleibt für immer draußen. In Finnland wurden 2020 nach dem Vastaamo-Hack Zehntausende Psychotherapie-Patienten mit ihren eigenen Sitzungsnotizen erpresst.
Was lernen wir wieder einmal daraus?
Nicht „besser verschlüsseln“, sondern:
Was zentral gespeichert wird, wird irgendwann gestohlen. Es gibt keine sicheren Datenbanken, nur noch nicht gehackte. Intimste Gesundheitsdaten gehören deshalb grundsätzlich nicht in Apps, sondern ins Sprechzimmer.
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https://stadt-bremerhaven.de/hellobetter-datenpanne-bei-der-digitalen-gesundheitsanwendung/
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