💉🦠Corona:
Experten waren auf einmal Nazis
Das Virus ist der Feind, der Körper das Schlachtfeld" – dieses Bild prägte die Sprache der Corona-Jahre.
Jana Witschetzky spricht mit Dr. Heidi Wichmann darüber, warum sie als Biologin damit nichts anfangen kann. Sie erklärt das Konzept des Holobionten: dass der Mensch zu einem großen Teil aus Mikroorganismen besteht und ohne sie nicht lebensfähig wäre. Daraus folgt für sie ein anderer Blick auf Infektionen – nicht der Erreger entscheide, sondern das Milieu, auf das er trifft. Warum wird der eine schwer krank und der andere merkt nichts?
Im weiteren Verlauf geht es um Fieber als Regulationsvorgang, um die Old-Friends-Hypothese und den verlorenen Kontakt zu Mikroorganismen aus der Natur, um Studien zu Gartenarbeit und Wohlbefinden und um Patienten, deren Zimmer ins Grüne zeigt. Wichmann kritisiert, dass in der Pandemie fast ausschließlich über Kontaktvermeidung gesprochen wurde und kaum darüber, wie man die eigene Widerstandsfähigkeit stärkt – wer das ansprach, sei sofort in eine Ecke gestellt worden.
Zum Schluss geht es um Angstkommunikation, Aufmerksamkeit als trainierbare Fähigkeit und die Regenerationskraft der Natur:
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