Leo XIV. - ein neuer Hoffnungsträger?
Mit der Wahl von Leo XIV. zum 267. Bischof von Rom beginnt ein neues Kapitel für die katholische Kirche. Als gläubiger Mensch sehe ich dieser Entwicklung mit gespannter Erwartung entgegen.
Was erhoffe ich mir? Einen Papst, der als Verteidiger des Abendlandes auftritt und erkennt, dass das Christentum nicht bloß irgendeine Glaubensgemeinschaft darstellt, sondern das Fundament der abendländischen Zivilisation ist – und deshalb geistiges Bollwerk gegen die kulturelle Selbstaufgabe sein muss. Die Kirche muss deshalb wieder Seelenheil und Transzendenz über gegenwartsbezogene Weltlichkeit stellen, um dem hedonistischen Zeitgeist etwas entgegenzusetzen.
Was befürchte ich? Dass Leo XIV., als Amerikaner, die geistige Not Deutschlands und Europas nicht erkennt und sich dem globalistischen Zeitgeist unterordnet. Sollte er nur als moralischer Verwalter auftreten, statt als geistlicher Führer unserer Tradition, wird die Kirche weiter schrumpfen.
Wir stehen an einem Wendepunkt. Die Religion ist unter Europäern vielerorts fast verschwunden, doch die Sehnsucht nach Sinnstiftung bleibt. Wenn die Kirche diesen Ruf nicht mehr hört, wird sie bald verstummen. Leo XIV. hat die Wahl: Verwalter des Endes – oder Hirte einer spirituellen Renaissance.
Christopher Drößler, MdB
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