Hamas-Spur bei UNRWA: Die UN wussten seit 2024 Bescheid
Zum dritten Jahrestag des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023 rückt erneut die Rolle der UN-Hilfsorganisation UNRWA in den Fokus. Interne UN-Ermittler hatten bereits 2024 neun Mitarbeiter identifiziert, bei denen eine Beteiligung an den Massakern „sehr wahrscheinlich“ erschien. Sie wurden entlassen.
US-Ermittler gingen deutlich weiter. Das Büro des Generalinspekteurs der USAID meldete über hundert aktuelle und ehemalige UNRWA-Mitarbeiter wegen Verbindungen zum militärischen Arm der Hamas oder direkter Beteiligung am 7. Oktober. Darunter Schulleiter, die gleichzeitig als Kommandeure der Kassam-Brigaden fungierten, Lehrer als Scharfschützen oder Zugführer und sogar ein Schuldirektor mit Bezug zur Waffenproduktion.
Trotz dieser Erkenntnisse bleibt die Reaktion der Vereinten Nationen zurückhaltend. Ein als UNRWA-Schulleiter geehrter Mann tauchte später in Hamas-Videos als Feldkommandeur auf – eine Korrektur der Ehrung lehnte die UN ab. Die Frage bleibt, wie eine Organisation, die selbst von Hamas-Personal durchsetzt war, glaubwürdig über andere richten will.
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