„Ich parke, wo ich aussteige“ – Madame de Meurons Chrysler-Diplomatie 🚗💨
In Bern gibt es heute kaum einen Ort, an dem man sein Auto abstellen kann, ohne sofort einen orangen Einzahlungsschein unter dem Scheibenwischer zu finden. Doch für Madame de Meuron existierten Parkverbote schlichtweg nicht.
Ihr legendärer schwarzer Chrysler war in der Stadt ebenso gefürchtet wie bekannt. Madame hatte eine ganz eigene Logik:
Sie hielt genau dort an, wo sie ihr Ziel erreicht hatte – egal, ob das mitten auf dem Bundesplatz, auf einem Trottoir oder in einer Fahrverbotszone war.
Die Begegnung mit der Staatsmacht
Eines Tages wagte es ein junger Polizist, sie auf ihr falsch geparktes Auto anzusprechen. Madame de Meuron kurbelte das Fenster herunter, hielt ihm ihr berühmtes Hörrohr entgegen und wartete, bis er seine Belehrung beendet hatte.
Ihre trockene Antwort:
„Junger Mann, ich parke nicht falsch. Ich halte nur dort an, wo ich gerade sein muss. Und mein Auto bleibt genau hier stehen.“
Dann stieg sie aus, liess den Wagen mitten im Weg stehen und verschwand in einem Geschäft. Die Legende besagt, dass die Polizei oft beide Augen zudrückte – teils aus Respekt vor ihrem Alter, teils, weil sie wussten, dass eine Diskussion mit ihr zwecklos war.
Was wir daraus lernen?
Madame de Meuron war die lebende Erinnerung daran, dass in Bern früher „Status“ über „Vorschrift“ stand. Heute unvorstellbar, aber damals ein Teil des Berner Charmes (oder Schreckens, je nachdem, wen man fragt).
Was war das absurdeste Parkmanöver, das ihr je in Bern gesehen habt?
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