Trump/Putin dealen, Merz/Leyen sanktionieren
Der unbeliebteste Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik findet es „geradezu unmoralisch“, dass Altkanzler Gerhard Schröder in Moskau Präsident Putin an dessen Geburtstag besuchte. Wenn einer wie der Kriegswaffenlieferant Friedrich Merz mit blutigen Händen von Moral fantasiert, dann ist das so, als würde ein Blinder sich des Lesens chinesischer Schriftzeichen rühmen. Nun bekommt der selbsternannte Moralist in Kanzleramt samt seiner Parteifreundin Ursula von der Leyen in Brüssel noch mehr Grund zur Empörung: US-Präsident Trump hat – Sanktionen hin, Sanktionen her – mit Putin einen riesigen Deal um Diesel vereinbart.
Geschäft geht im real existierenden Kapitalismus allemal vor Moral. Das sollte eigentlich jemand wie der Lügenkanzler mit BlackRock-Ausbildung wissen. Merz aber treibt unbeirrt seine Partei in den (verdienten) Untergang und sein Volk in den Schuldturm. Denn er und mit ihm die gesamte Negativelite des deutschen Parteienstaats haben als geborene Vasallen nie geachtet, dass die Interessen des eigenen Landes und des eigenen Volkes stets Vorrang haben.
Die schlimmste deutsche Krankheit ist das Fehlen dieser fundamentalen, eigentlich selbstverständlichen Erkenntnis. Das ist ein Defizit nicht nur beim politischen Personal, sondern auch in weiten Teilen der Bevölkerung hierzulande. Vielen Deutschen haben sich im Vasallenleben zu lange gut geborgen fühlt und tun das noch immer. Denn Rote, Grüne und Schwarze reden ihnen seit Jahrzehnten ein, wir seien auf dem Globus nur gelitten, wenn wir den hart erarbeiteten Wohlstand generös mit der Welt teilten und dafür auch die Grenzen für alle ganz weit öffneten.
Die daraus resultierenden Illusionen zerplatzen in der harten realen Welt der Gegenwart jedoch wie Seifenblasen. Selbst die verantwortungslose Schuldenmacherei der Regierung Merz/Klingbeil kann daran nichts ändern. Der Machtkomplex mit all seinen Getreuen in Medien, Wirtschaft und Kultur kann den meisten Deutschen außer „Reformen“, die das Leben nur mühsamer machen, keine gute Perspektive mehr anbieten. Immer mehr Menschen erkennen das. Das gibt Hoffnung.
Wolfgang Hübner
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