Journalistenverbände, Juristen und die Anwältin von Entführungsopfer Klara kritisieren das Hamburger Landgericht scharf.
Die Strafkammer von Richterin Isabel Hildebrandt hatte die Durchsuchung der „Zeit“-Redaktion und der Wohnung von Reporterin Anne Kunze angeordnet. Es geht um die Originalaufnahmen zum Podcast „House of Block“, in dem zwei Töchter von Christina Block zu Wort kommen. Durchsucht wurde nicht: Als am Montag Staatsanwaltschaft und LKA bei der „Zeit“ erschienen, gab Kunze das Material heraus, versiegelt. Die „Zeit“ widersprach der Beschlagnahme und hat Beschwerde eingelegt.
Klara kommt in den sichergestellten Aufnahmen selbst zu Wort. Ihre Anwältin machte am Dienstag im Gerichtssaal deutlich, was das Vorgehen für ihre Mandantin bedeutet: „Meine Mandantin ist sehr erschüttert.“ Klara habe „im Vertrauen“ mit der Journalistin gesprochen und fühle sich nun elend. Das wolle sie „ausdrücklich feststellen“.
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