In einem Kloster wurde ein junger Mönch damit beauftragt, eine Mauer aus tausend Steinen zu errichten.
Der Mönch war für diese Aufgabe nicht ausgebildet, gab aber trotzdem sein Bestes.
Als er fertig war, betrachtete er sein Werk und bemerkte, dass zwei Steine leicht verschoben waren. Er war so unglücklich darüber, dass er darum bat, die Mauer einreißen und von Neuem erbauen zu dürfen.
Doch der Abt sagte: „Nein, die Mauer bleibt, wie sie ist.“
Einige Wochen später kam ein Pilger in das Kloster und lobte die schöne Mauer.
Da fragte der Mönch, ob er die zwei schlecht eingepassten Steine nicht sehen würde.
„Doch“, sagte der Pilger, „aber ich sehe auch die 998 gut eingesetzten Steine.“
In diesem Moment wurde dem Mönch bewusst, dass er sich immer nur auf seine Makel konzentriert hatte, anstatt sich wertzuschätzen für das, was er gut konnte. Daraufhin änderte sich seine Haltung sich selbst gegenüber grundlegend. Von nun an schaute zuerst auf das, was im gut gelang...
-Verfasser unbekannt -
@AllgaeuARTich
Post #903
4.79K

- ❤ 79
- 👍 21
- 😍 8
- 🕊 2