Während es in der Rechten noch immer genug Schnarchnasen gibt, die nach dem Motto „Hauptsache, man macht irgendwie was“ jeden noch so peinlichen Auftritt als politischen Aktivismus verkaufen wollen, entwickelt sich das Ganze stellenweise zur absoluten Selbstparodie.
So vor Kurzem in Görlitz: Ein Anti-CSD-Protest zieht mit einem Banner „Odins Wölfe“ durch die Straßen.
Man muss sich schon fragen, wen man mit solchen Aufzügen eigentlich erreichen möchte.
Außenstehende?
Junge Leute?
Menschen, die sich vielleicht erstmals mit rechten Positionen beschäftigen?
Oder doch nur die eigene kleine Blase, die sich gegenseitig dafür auf die Schulter klopft, überhaupt irgendwo aufgetaucht zu sein?
Politik ist kein Kostümfest. Ein möglichst martialischer Name, ein bisschen Wikinger-Folklore und ein Banner machen aus einem peinlichen Aufzug noch lange keine ernstzunehmende politische Arbeit.
„Hauptsache irgendwas machen“ reicht nicht. Auftreten, Sprache und Außenwirkung spielen eine Rolle.
Wenn die Rechte gesellschaftlich etwas erreichen will, braucht sie an manchen Stellen keine weitere Selbstbestätigung, sondern eine gründliche Renovierung. Weniger Selbstparodie, mehr Professionalität.
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